Das ‘Centre Art ergopearl’ heute

 

"Ein Werk Gottes, es hat einen Anfang und ein Ende, was aber zählt ist, immer vorwärts zu gehen" (Palmira Frizzera). Mit diesen Worten zeigte eine der ersten Begleiterinnen Chiara Lubichs Ende 2019 die wahre Bedeutung auf, den das seit über dreissig Jahren bestehende Unternehmen ‘Centre Art ergopearl’ durchlebte.

            Seit einigen Jahren war der Umsatz im Bereich der Kleinkinderartikel aufgrund der grossen Internationalisierung und der geringen Marktnachfrage stark rückläufig. Vor vier Jahren wurde eine neue Produktlinie eingeführt: Positionierungskissen mit dem Markennamen 'ergopearl'. Die Qualität der Kissen war anerkannt und entsprach den Kundenbedürfnissen, allerdings fielen die Aufträge niedriger als erwartet aus. Sie erlaubten es nicht, den ursprünglichen Geschäftsplan umzusetzen.

            Im Sommer 2019 nach langer betrieblichen Abwägung erkannten wir, dass die Herausforderungen im Vertrieb und in der Produktion das Erreichen einer dauerhaften Nachhaltigkeit nicht zuliessen.

            Es war daher notwendig, die Zeichen der Zeit zu erkennen und die Folgen zu akzeptieren. Mit grosser Achtung und Dankbarkeit für all das, was über die Jahre aufgebaut worden war, beschlossen wir, den Betrieb im Mai 2020 einzustellen. Es war eine harte Entscheidung, eine Arbeitsquelle und damit einen Teil der Lebensgrundlage der Siedlung zu schliessen. Ein mutiger Schritt und in gewisser Weise ein Schritt ins Leere.

            Heute sind - entgegen aller Prognosen - die 5 Arbeitskräfte auf 15 erhöht worden. Was ist passiert? Wir fragen Helen Coombs, Leiterin des ‘Centre Art ergopearl’:

            "Ich möchte Euch an einer grossen Freude teilhaben lassen: Nach dem Karfreitag kommt der Ostersonntag. Die Auferstehung ist auch für das Centre Art ergopearl eingetroffen. Wir hatten beschlossen, die Produktion einzustellen und das Lager zu liquidieren. hrend der COVID19-Krise wurde uns aber klar, dass wir unsere Fähigkeiten und unser Potenzial (Menschen und Maschinen) nicht ungenutzt lassen durften. Da wir uns mit den jungen und weniger jungen Leuten der Siedlung am Kampf gegen das Virus beteiligen wollten, begannen wir mit der Herstellung von Baumwollmasken, auch für Kinder, in verschiedenen Farben und Modellen. Wir arbeiten jetzt auf Hochtouren mit dieser neuen Produktion und stellen 500 Masken pro Tag her. Informationen und Online-Verkauf finden Sie auf unserer Website www.ergopearl.ch."

          Wie sieht die Zukunft aus? "Wir werden sehen. Im Moment ist es wichtig, zu produzieren, damit wir unseren kleinen Beitrag zum Kampf gegen die Pandemie leisten können".