Foto: Archivio CRF

Ein Unternehmen in der Siedlung

Die Geschichte von TERGON[1] beginnt 1999 mit der Entwicklung eines neuen Bürostuhlkonzepts durch die Gründer, die über langjährige Erfahrung auf dem Bürostuhlmarkt und in der Unternehmensfinanzierung verfügen. “Gesundes und bequemes Sitzen", kombiniert mit bewährter Schweizer Qualität und präziser Verarbeitung, ist die Stärke von "Swiss Ergochairs".

Auf der Website der Stiftung ist zu lesen, dass die Gründer den Schwerpunkt auf soziale Projekte legen wollen: "Als Partner fördert die Stiftung TERGON seit 2011 den Dialog, die Solidarität und die interkulturelle Verständigung unter Menschen aus aller Welt. So stellen wir zum Beispiel in den Produktionsbereichen - zur Unterstützung unserer Mitarbeiter - im Rahmen eines christlichen Arbeitstrainings Studenten aus aller Welt ein, damit sie ihr Studium finanzieren können."

Aber gehen wir zurück zu den Wurzeln. Georg Endler, ein deutscher Fokolar, wurde eingeladen, sich nach Montet, in die Mariapoli Foco zu begeben. Das war 1999, und Georg selbst erzählt: "Ich arbeitete in Nürnberg bei einem Hersteller von Bürostühlen und war für den Export zuständig, als ich gefragt wurde, ob ich umziehen und ein Unternehmen leiten könnte. 1995 hatte ich Waldemar Silfest kennengelernt, der viele Jahre lang Bankdirektor in München war, und ich fragte ihn, ob er mich begleiten und mir mit Rat und Tat zur Seite stehen könnte. Waldemar stimmte zu und wurde das "pulsierende Herz" dieses Unternehmens. Er suchte nach Partnern und Kreditgebern, und im März 2000 wurde das Unternehmen TERGON im Handelsregister eingetragen".

Georg suchte einen Mitarbeiter, und im Jahr 2000 kam Christoph Hohl, ebenfalls ein Schweizer Fokolar und Experte für Technik und Produktion.  "Es war toll, dieses Abenteuer mit Georg zu beginnen. Ich hätte zwei oder drei Jahre bleiben sollen; daraus wurden 13.

Christoph war Produktionsleiter und musste die ganze Arbeit lernen! Er musste auch nähen! Sie kauften die ersten Occasions Nähmaschinen. Später übernahm er eine neue Aufgabe und wurde der erste Verkäufer in der Schweiz.

Man benötigte ein Anfangskapital von CHF 1,0 Mio, um das Unternehmen in den schwierigen Anfangsjahren, in denen es galt, den Umsatz zu steigern und neue Kunden zu finden, in Gang zu bringen. Waldemar wurde selbst aktiv und gewann andere Freunde und Bekannte dazu. Zu ihnen gehörten Peter Fuchs und Peter Henze, der heute Präsident der TERGON-Stiftung ist.

Georg fährt fort: "Waldemar, Christoph und ich haben uns zusammengetan und angefangen. Das waren wirklich wilde Zeiten! Dann kam Gerhard Müller, der im Kanton Bern wohnte: Er hatte sich frühpensionieren lassen und kannte eine Firma, die Sofapolster herstellte. Ich fragte ihn, ob er uns helfen könnte, da wir keine Ahnung von Polstermöbeln hätten. Er kam zweimal pro Woche und machte die ersten Schritte mit uns.'

"Die TERGON Stiftung wurde im Juli 2011 von den Partnern der TERGON Office Chair Manufacturer Ltd. mit dem Ziel gegründet, den Dialog, die Solidarität und die Kommunikation zwischen Menschen verschiedener Generationen, Glaubensrichtungen, Ethnien und Kulturen weltweit zu fördern. Sie unterstützt gemeinnützige Projekte in der Schweiz und im Ausland und leistet Hilfe in Notlagen und bei Katastrophen. Die Stiftung wird durch Spenden und Aktienbeteiligungen finanziert.[2]

Viele Studenten, die in der Siedlung gewohnt haben, konnten ihr Studium mit der Arbeit bei TERGON verbinden. Zusätzlich zur erzieherischen Bedeutung der Arbeit hatten sie so auch die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Viele Studenten, die in der Siedlung gewohnt haben, konnten ihr Studium mit der Arbeit bei TERGON verbinden. Zusätzlich zur erzieherischen Bedeutung der Arbeit hatten sie so auch die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Heute verkauft TERGON ihre Bürostühle direkt an Unternehmen in der Schweiz, in Deutschland und in den Benelux-Ländern, mit einem Exportanteil von mehr als 50%.

Sie hat die Finanzkrise und die letzten beiden COVID-Jahre ohne Verluste überstanden, obwohl die Zeiten nicht immer einfach waren.

Für TERGON ist es eine grosse Bereicherung, mit jungen Menschen aus verschiedenen Nationen und Kulturen zusammenzuarbeiten und gemeinsam hochwertige Bürostühle herzustellen. Den Studenten macht die Arbeit bei TERGON wirklich Spass, sie übernehmen Verantwortung und bilden sich durch die Zusammenarbeit mit Mitarbeitern eines Unternehmens in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt weiter.