Régine Mafunu Dénervaud - Leiterin des AMAF

Ich komme aus der Demokratischen Republik Kongo und lebe seit mehr als 30 Jahren in der Schweiz. Im Jahr 1988 begann ich mein Studium an der Uni Fribourg und lernte dort Giovanna, eine Bewohnerin der Siedlung Montet kennen. Sie lud mich zu sich ein: meine Familie wurde empfangen, als würden wir uns bereits lange kennen.

In Montet habe ich die LIEBE gefunden, nach der ich schon immer gesucht hatte. Ich spürte den Wunsch, die Liebe, die ich erhalten hatte, anderen weiter zu geben. So gründete ich den Verein AMAF (Association des Amis d‘ Afrique/Assoziation der Freunde Afrikas), um Menschen zu helfen, die am Rand der Gesellschaft leben. Es ging mir auch darum, einander an unseren Werten und Kulturen in einem Klima der Hochachtung und des Respekts teilhaben zu lassen.

Zuerst lud ich die einzelnen zu mir nach Hause ein, aber ich hatte nicht genug Platz. Die Personen, die ich kennengelernte, hatten einen sehr unterschiedlichen Lebenshintergrund: einige hatten noch nie in einer Stadt gelebt, andere hatten noch nie Schnee gesehen, manche Frauen hatten nie im Krankenhaus entbunden. Es   galt, etwas zu unternehmen!

Mein Wunsch war stark: ich wollte das Ideal der Universalen  Geschwisterlichkeit (wie Chiara Lubich es vorschlägt) Leben werden lassen. Die Art des sozialen Einsatzes der Fokolar-Bewegung und mein Engagement für den entstehenden Verein  AMAF verbanden sich stimmig.

Im Jahr 2016 konnte AMAF auf 15 Jahre Bestehens zurück blicken. Für mich ist es eine große Freude, zu einer erneuerten Menschheit beizutragen. Ich entdecke sie im Lächeln, in der Ermutigung vieler Personen. Gott geht mit uns – das ist meine Gewissheit!

Inzwischen sind es an die 10 000 Migranten, mit etwa hundert Nationalitäten, die bei AMAF vorbei gekommen sind. Das Projekt „Soziale Alphabetisierung“ hat geholfen, dieses Problem zu vermindern. Unsere Sprachkurse haben den Zugang zu bezahlter Arbeit ermöglicht. Ein Friseurgeschäft, ein Kindergarten und eine Schneiderei sind entstanden, um Frauen Eigenständigkeit zu gewährleisten.

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